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Richard Phillips macht Golfschläger fit

Wenn nicht das große Stahlrolltor wäre, könnte der Raum auch als Kontrollwarte für Videoüberwachung durchgehen. Allerdings mit Markierungen und einer Golfmatte, rundum Kameras und Sensoren, einer Wand mit Monitoren, Materialschränken. Richard Phillips, renommierter Master Clubmaker, hat im Golfclub Münster-Tinnen jetzt optimale Arbeitsbedingungen.

Die wurden (am Sonntag, 12. November) von Tinnens Präsident Dr. Jens Hausmann mit dem traditionellen Scherenschnitt durchs Rote Band eröffnet. Hausmann stellte sich auch gleich als Demonstrationsobjekt zur Verfügung. Der Ball war zwar nicht vergoldet, dafür aber doch goldfarben angemalt. Der Schlag, den die Scope-Anlage aufzeichnete, war super: 243 Meter carry durch die Luft, 19 Meter roll auf der nassen Übungswiese, das macht 262 Meter. Entfernung bis zum Ziel, Rotation des Balls (Spin), seitliche Abweichung, Höhe, Flugzeit … an einer Unmenge von Messergebnissen kann Phillips erkennen, ob der Spieler oder die Spielerin den für den Schwung richtigen Schläger einsetzt. Um das Gerät dann zu fitten – zurechtzubiegen – oder auch zu empfehlen, es durch ein besser geeignetes zu ersetzen. Verschiedene Schäfte und Schlägerköpfe stehen zum Ausprobieren griffbereit in der Halle. „Meist ist es der Schaft, der nicht der Schwunggeschwindigkeit entspricht und den Schlag verfälscht“, sagt der erfahrene Fitter.

Manchmal sind für das nicht zufriedenstellende Ergebnis Fehler im Schwung verantwortlich. Auch die werden knallhart analysiert. Dann lautet Phillips Rat: Kein neuer Schläger. Der Kunde bekommt ein Gutachten für seinen Heimat-Professional an die Hand. Der kann dann gezielt Korrekturen angehen.

Der Aufwand hat seinen Preis: Für Tinnens Clubmitglieder 80 Euro, für Golferinnen und Golfer anderer Clubs 120 Euro. Jeweils 50% werden vergütet, wenn die Analyse zu einem Schlägerkauf führt.

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